Grundlagen zur Datenlieferung

Allgemeines

Grundlage für die Produktion bei der Druckerei Bernd Schulze GmbH ist die aktuell gültige Version des ProzessStandard Offsetdruck (PSO).

 
Maßgebend für die Vorgaben zur Lieferung von Produktionsdaten an die Druckerei Bernd Schulze GmbH ist die aktuell gültige Version des MedienStandard Druck (MSD). Der MedienStandard Druck kann direkt von der Webseite des bvdm heruntergeladen werden. Auf Wunsch senden wir Ihnen diesen auch gerne per E-Mail zu.

Für einen sicheren Austausch von Produktionsdaten und die Ausgabe auf der CtP-Anlage empfehlen wir PDF-Dateien nach dem Stan­dard PDF/X-1a:2003 (ISO 15930-4) oder PDF/X-4:2010 (ISO 15930-7).

Falls Sie die PDF-Datei nicht selbst erstellen, übernimmt die Druckerei Bernd Schulze GmbH auch Ihre offenen Dokumente.

Folgende Applikationen können wir bearbeiten:


 MAC

PC

 QuarkXPress  3.3 und 4.11  
 Adobe InDesign  CS3 bis CC  
 Adobe Illustrator  CS3 bis CC  
 Adobe Photoshop  CS3 bis CC  
 Freehand  9.0 und 10.0  
 Microsoft Excel    2003/2007/2010
 Microsoft WORD    2003/2007/2010
 CorelDraw    10

Wir belichten nicht aus:

  • Microsoft Publisher
  • Microsoft PowerPoint
  • Microsoft WORD mit Farbseparation

Prüfdruck (Digitalproof)

Mit den Daten wird ein farbverbindlicher Andruck oder Prüfdruck (Digitalproof) entsprechend den Druckbedingungen zur Verfügung gestellt. Auf dem Prüfdruck muss ein UGRA/Fogra-Medienkeil abgebildet sein. Der Mittelwert aller CIELAB-Farbabstände der Farbfelder darf 3 und der Maximalwert 6 nicht überschreiten. Für die Primärfarben CMYK beträgt die maximale Abweichung 5, für den Bedruckstoff eine maximale Abweichung von 3, bei den Primär-farben (Buntton) maximal 2,5 und beim Buntgrau (Mittelwert) 1,5 (nach ISO 12647-7).

Auf dem Prüfdruck müssen angegeben sein: Dateiname, Datum, Uhrzeit, Name des Quellprofils und ICC-Referenzdruckprofil der Druckbedingung (ISOcoated_v2_300_eci.icc bzw. PSO_Uncoated_ISO12647_eci.icc).

Der Prüfdruck muss aus dem endgültig angelieferten Datenbestand hergestellt worden sein.

Liegt den Daten kein Prüfdruck gemäß MSD bei, ist uns leider keine Kontrolle vor und während des Drucks möglich. In diesem Fall wird nach ProzessStandard Offsetdruck gedruckt.
 
Sind die gelieferten Prüfdrucke nicht von dem endgültig angelieferten Datenbestand hergestellt worden, kann für eine Übereinstimmung der bei der Druckerei Bernd Schulze GmbH interpretierten Ausgabe mit den Vorlagen keine Gewähr übernommen werden.
 
Ihr Datenträger muss eindeutig mit einer Auftragsbezeichnung gekennzeichnet sein und Kontaktdaten (Telefon, E-Mail) eines Ansprechpartners für die Datenlieferung enthalten.
 
Bei Farbkorrekturen ist für jede Seite ein neuer Prüfdruck mitzu-liefern. Bei Inhalts- und Standänderungen genügt ein Schwarz-Weiß-oder Farbausdruck.

Allgemeiner Dateiaufbau

Alle gelieferten Seiten eines Auftrags sollten mit den gleichen Softwareanwendungen, Versionsständen und Einstellungen erzeugt werden. Sind Daten unterschiedlich aufbereitet oder stammen aus verschiedenen Quellen, ist ein Hinweis sinnvoll und für eine sichere Verarbeitung wichtig.
 
Die Dokument-Seitengröße muss dem Netto-Endformat einer Einzelseite entsprechen. In den Anschnitt laufende Seitenelemente müssen mindestens 3 mm in den Beschnitt angelegt werden.
 
Verkürzungen bei Einklappseiten müssen berücksichtigt werden.

Außer den für den Auftrag relevanten Sonderfarben darf in den Dokumenten nur der Farbraum CMYK enthalten sein. Farbraumanpassungen müssen bereits erfolgt sein. Im CtP-Verfahren werden nur noch Druckmaschinen-Kennlinien eingearbeitet.
 
Unbenutzte Sonderfarben müssen aus der Farbenliste der Doku-
mente entfernt sein.

 
In Datei- und Verzeichnisnamen dürfen keine Sonderzeichen oder Umlaute benutzt werden. Erlaubt neben den Zeichen A-Z und 0-9 sind Unter- (_) und Bindestrich (-).

PDF-Dokumente

Der Seitenablauf eines Produktes muss eindeutig aus der Reihenfolge der Seiten innerhalb eines PDF-Dokumentes erkennbar sein, oder es müssen Einzelseiten (1 Seite pro PDF-Datei) geliefert werden, die im Dateinamen einen Verweis auf die Seitenzahl enthalten. Bei mehrseitigen PDF-Dateien müssen Vakatseiten als Leerseiten mit in der PDF-Datei gespeichert werden.

Korrekturseiten liefern Sie bitte immer als Einzeldokumente (1 Seite pro PDF-Datei) und kenn­zeichnen diese im Dateinamen eindeutig als Korrekturseite:
 
z. B.: S001_Auftrag_Version_Korr00.pdf S001_Auftrag_Version_Korr01.pdf

Ausnahmen sind Umschläge bei Klebebindungen, die inklusive Rücken als Montagefläche angelegt werden sollten.

Anforderungen an das PDF

Standardformat für die Datenanlieferung ist ein Composite-PDF, idealerweise nach den Bedingungen der ISO 15930 im Format PDF/X-1a:2003 oder ISO 15930-7 im Format PDF/X-4:2010.
 
Zu den Regeln der PDF-X-Norm gehören unter anderem folgende Punkte: 

  • PDF/X-1a:2003 basiert auf der PDF-Version 1.4.
  • PDF/X-4:2010 basiert auf der PDF-Version 1.6.
  • Das PDF muss aus einer nicht separierten Postscript-Datei mit dem Acrobat-Distiller oder direkt aus dem Layout Programm (z. B. Indesign) über die Exportfunktion (Empfehlung!) erstellt werden. Die Verwendung des PDF-Writers oder eines anderen pdf-erzeugenden Programmes ist nicht erlaubt.
  • Alle Schriften müssen eingebettet sein.
  • Auf dem Medienformat sollen die verbindlichen Formatzeichen mit abgebildet sein.
  • Bilddaten müssen als Bestandteil des PDF eingebettet sein.
  • OPI-Kommentare sind verboten.
  • Transferkurven sind verboten.
  • Rastereinstellungen sind zwar erlaubt, müssen vom Empfänger einer PDF-X-Datei aber nicht verwendet werden. Rastereinstellungen werden im Workflow von der Druckerei Bernd Schulze GmbH verworfen.
  • Die TrimBox muss definiert sein. Sofern Beschnittzugabe vorhanden und für die Produktion relevant ist, muss die BleedBox definiert sein.
  • Kommentare und Formularfelder innerhalb der durch TrimBox bzw. Bleedbox definierten Seitenflächen sind nicht erlaubt.
  • Das PDF muss die Information enthalten, ob es eine Überfüllung enthält.
  • Jegliche Verschlüsselung ist untersagt, das heißt es ist auch nicht zulässig, PDF-Dateien zu verwenden, die verschlüsselt sind, aber kein Kennwort zum Öffnen erfordern.
  • Mittels eines PDF/X-spezifischen OutputIntents muss angegeben werden, für welche Ausgabebedingung die PDF/X-Datei erstellt worden ist (gestrichene Papiere: ISOcoated_v2_300_eci; ungestrichene Papiere: PSO_Uncoated_ISO12647_eci).
  • Das PDF sollte für den Offsetdruck verfahrensangepasst sein. D. h. erlaubt ist nur der Farbraum CMYK. Dies entspricht der Norm PDF/X-1a. Die Lieferung von verfahrensneutralen Daten (PDF/X-3) muss vorher abgesprochen und getestet werden.
  • PDF/X-1a:2003 untersagt die Verwendung von Colormanagement, und somit auch das Anhängen von ICC-Profilen an Bilder in PDF-Dateien.
  • Für Korrekturseiten liefern Sie bitte ein neues PDF, das dem gleichen Aufbau (Seitenformat, Papierformat) der zu erset-zenden Seite entspricht.

Überfüllung

Das PDF muss im Überfüllungsschlüssel eine Information darüber enthalten, ob es bereits Überfüllungen enthält. Der Wert „unbe-stimmt” ist nicht zulässig. Grundsätzlich wird bei der Druckerei Bernd Schulze GmbH eine Überfüllung nach hauseigenen Standard-werten für das Druckverfahren durchgeführt.

Überdruck/Aussparen

Alle schwarzen Objekte müssen schon im Layoutprogramm auf "überdruckend" angelegt sein. Dies gilt insbesondere für Elemente, die für einen Textwechsel vorgesehen sind. Negativ weißer Text muss auf "aussparend" gesetzt sein. Ausnahmen bestehen beim Druck auf Metallfarben (z. B. Silber). Bitte stimmen Sie in solch einem Fall die Einstellungen vor Datenablieferung mit der Druckerei Bernd Schulze GmbH ab.


Schriften

Bei der Übermittlung von PDF-Daten untersagen die aktuellen gesetzlichen Vorgaben im Sinne des Patent- und Urheberschutzes die vollständige Einbettung bzw. Weitergabe von Schriften. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass selbst kleine Korrekturen in unserem Hause unter diesen Voraussetzungen nur eingeschränkt möglich sind.


Transparenzen

Transparenzen sind nach PDF/X-1a:2003 nicht zugelassen. Transparenzen können nur dann korrekt umgesetzt werden, wenn sie bei der PDF-Erzeugung auf eine Ebene reduziert werden (Flattening). Beachten Sie beim Flattening die Einstellungen zur Qualität. Mit sinkender Auflösung nimmt die Qualität deutlich ab.
Bei PDF/X-4 sind Transparenzen erlaubt. Unser Workflow verarbeitet die Transparenzen in PDF-Dateien, ohne das diese reduziert werden.

Sprachwechsler

Benötigt wird eine PDF-Datei, in der sich alle nicht wechselnden
Bild-, Text- und Grafikelemente befinden, die für alle Sprachen gültig sind (die neutrale Version).
 
  • Desweiteren wird eine PDF-Datei benötigt, in der alle Ele-mente enthalten sind, die von Sprache zu Sprache wechseln sollen. Der Text kann entweder in Skalenschwarz oder in einer Sonderfarbe (Name z. B. TEXT oder ENGLISCH) gefärbt sein. Es ist darauf zu achten, dass diese wechselnde Textebene transparent ist. D. h. es dürfen keine Text- oder Bildrahmen enthalten sein, die mit Weiß oder einer anderen Farbe gefüllt sind. Wäre dies der Fall, würden alle darunter befindlichen Elemente der neutralen Bildebene bei der kombinierten Ausgabe von Bild und Text für den Formplot abgedeckt. Außerdem wäre eine kombinierte Ausgabe der Textebene mit dem Bild-Schwarz auch auf die Druckplatte nicht mehr möglich. Dies ist aber eine Voraussetzung, wenn z. B. nicht ausreichend Farbwerke vorhanden sind, um den Text separat zu drucken.
  • Alle Bild- und Textdateien müssen das gleiche Seitenformat aufweisen und bei gelieferten PDF-Dateien müssen das Medienformat (Mediabox) und die Trimbox (Seitenformat) identisch sein.
  • In der Textform darf kein Element mehr enthalten sein, das bereits auf der Bildform existiert.
  • In Grafik-EPS-Dateien müssen Bild-und Textschwarz ebenfalls separat behandelt werden.
  • Negativer Text in einer Seite erfordert einen kompletten Plattenwechsel der betroffenen Druckform.
  • Schwarzer Text in Textwechseldateien muss auf „überdrucken” gestellt sein.

Optimal für eine mehrsprachige Produktion ist die Nutzung von Ebenen in den jeweiligen Anwendungsprogrammen. Die größte Sicherheit erreicht man, wenn alle Sprachen in getrennten Ebenen im gleichen Dokument angelegt werden wie der neutrale Bildteil. So läßt sich der Stand aller Sprachen zu der Referenzebene „Bild“ leicht überprüfen, und man erlebt später keine Überraschungen. Dies wird von der Druckerei Bernd Schulze GmbH empfohlen.
 
Empfohlen wird ebenfalls, wechselnde Elemente nicht in plazierte EPS-Grafiken einzubinden. Dies macht eine Trennung in verschiedene Ebenen schwierig oder gar unmöglich.
 
Eine Überprüfung, ob jeder Sprachwechsel zu der definierten Bildebene passt, kann erst nach der Zusammenführung auf dem Ganzformplot erkannt werden.